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Architektur des digitalen Archivsystems

 

Stand der Technik digitaler Archivsysteme
 

Grundfunktionen von Archivsystemen:

  • Nachweisfunktion
  • Archivierungsfunktion
  • Suchfunktionalität
  • einige weitere Funktionen, die die Arbeitsweise der jeweiligen Fachwissenschaften adäquat abbilden

Darüber hinausgehend werden methodenspezifische Funktionalitäten für forschungsintensive digitale Archivsysteme benötigt, die zur Lösungen neuer Fragestellungen beitragen, wie:

  • Suchfunktionalität
  • Klassifikationsfunktion
  • Data-Miningfunktionalität
  • raumbezogene Auswertungsmöglichkeiten
     

Architektur des Systems

Aus dieser Architektur ergeben sich drei grundlegende Nutzungsszenarien:

  • Manipulation
    • Verwaltung von Daten und Metadaten (studentische Hilfskräfte für die Eingabe, professionelle Fachforscher)
    • Modifikation von Klassifikationsstrukturen (nur professionelle Fachforscher)
  • Retrieval (Hauptszenario)
    • Allgemeine Nutzer und professionelle Fachforscher
    • Volltextsuche, Verwendung hierarchischer Zugänge
    • Retrieval-Komponente stellt die vielen kleinen Informationsteile zu brauchbaren Informationen zusammen
    • … und stellt Navigationsmechanismen für die vielfältigen Zugriffsstrukturen bereit (zumeist angrenzende Inhalte (z.B. Daten des selben Beiträgers, …)
  • Anbindung an Portale
    • Zusammenstellung der Kleinstinformationen zu Artikeln z.B. über bestimmte Themen
    • Erzeugung von Metadaten in bestimmten Standardformaten, wie z.B. METS, OAI, …

 

Nutzung bereits bestehender, kommerzieller Softwarelösungen für digitale Archive
 

Fragen, die sich stellen, sind:

  • Können die Systeme der besonderen Struktur eines Forschungsarchivs Rechnung tragen?
  • Besitzen sie die geeignete Leistungsfähigkeit?
  • Ist eine reibungslose Zusammenarbeit mit der universitätseigenen IT-Architektur gegeben?
  • Werden die Vereinbarungen über die nachhaltige Pflege digitaler Archivsysteme erfüllt („Rostocker Modell“, s. Zielvorgaben und Nachhaltigkeit)?

Argumente, warum kommerzielle Lösungen keinen Platz im WossiDiA-Projekt finden:

  • Kosten für Lizenzen, Updates, Schulungen und Wartungsarbeiten
  • für die Struktur der Datenerfassung müsste Anwendersoftware aufwändig angepasst werden
  • es ist kaum abschätzbar, wie ein solches System große Mengen hochgradig korrelierter Befunde benutzerfreundlich bearbeiten kann
  • die angebotenen Zusatzmodule (wie GIS) garantieren nicht alle der aus fachlicher Sicht erwünschten Funktionalitäten


Nutzung internationaler Standardisierungen

  • bei der Bearbeitung des Thesaurus werden die Normdatenstandards bibliothekarischer Verfahren (Schlagwortnormdatei, Dewey Decimal Classification) herangezogen
  • Zur Modellierung der komplex verknüpften Begriffs- und Objektstruktur der Wossidlo-Sammlung ist das CIDOC (CRM) sehr geeignet, weil
    • es für den Datenaustausch zwischen Museen (und möglichst auch Archiven) entwickelt wurde (WossiDiA soll später mit den volkskundlichen Museen verknüpft werden)
    • ein ISO-Standard ist, der den kontrollierten Austausch von Informationen im Bereich des kulturellen Erbes ermöglicht
Sprachen
Deutsch
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